RheinPark Duisburg

Wo heute noch der Umschlagbetrieb einer Recyclingfirma stattfindet, sollen sich die Duisburger bald in den Sand legen, auf großzügigen Holzplateaus ausruhen und die Aussicht auf den Rhein genießen und im Idealfall den Schafen auf den gegenüberliegenden Rheinauen zuwinken können. Das klingt paradiesisch, kann aber schon Schwarz auf Weiß nachvollzogen werden. Denn die Pläne für die Fläche zwischen dem Kultushafen

im Süden und der Brücke der Solidarität im Norden, die nun umgesetzt werden, stammen aus einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb, an dem 37 Architekten und Ateliers teilnahmen. Eine Jury, zusammengesetzt aus renommierten Stadtplanern und Landschaftsarchitekten, entschied sich für den Entwurf der Berliner Büros Ateliers Loidl und Topos. Der sieht vor, dass die vorhandenen Strukturen und Artefakte aus

150 Jahren andauernder industrieller Nutzung bestehen bleiben. Aber es wird sich auch viel am Rheinufer ändern. "Alle Maßnahmen dienen dem Ziel, die Wahrnehmbarkeit und die Erlebbarkeit der Flusslandschaft zu stärken", erläutern die Verfasser des Plans. Aus einem großen grauen Fleck auf der Landkarte wird nun ein grüner Farbtupfer. Der Strand und die dazugehörige Promenade bleiben aber nicht die einzigen Erholungsmöglichkeiten im "RheinPark". Auf unterschiedlichen Wegen lässt es sich dem Trubel am Wasser entfliehen und durch die modellierte, weite Wiesenlandschaft streifen. Da die bestehenden Gleisanlagen erhalten bleiben, werden Brücken gebaut, von denen man das bunte Treiben an der Rheinpromenade überblicken kann.

Neben den weitläufigen Wiesenflächen sollen auch Kletterrouten entlang der Mauem des Stahlwerks Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung bieten. Ein Skatepark, Streetball- und Beachvolleyballfelder in unmittelbarer Nähe sind weitere Angebote, die Sportbegeisterte in den "RheinPark" locken werden. Wer es ruhiger mag, genießt die Aussicht des alten Wasserturms und seine Gastronomie.

Nicht nur von der Landseite her wird der "Rhein Park" zu erreichen sein. Ein steinerner Bereich direkt am Fluss dient Ausflugsschiffen der Rheinflotte als Anlegestelle. Privatboote können an einem schwimmenden Ponton im Kultushafen
Halt machen. An dieser neuen Marina soll sich Außengastronomie ansiedeln und kulturelle Veranstaltungen angeboten werden.

Neben den Duisburger Bürgern und auswärtigen Besuchern sollen auch Unternehmen am "RheinPark" Gefallen finden. Gewerbe und Dienstleistern stehen verschiedene Bebauungsmöglichkeiten zur Verfügung, um von Hochfeld als guter Adresse in Duisburg zu profitieren. Eine Reihe höherer Bauten an der Parkpromenade wird Hochfeld eine neue Silhouette geben. Im Inneren des Gebietes sollen auch hochwertige Wohnungen entstehen.

Die Ideen der Planer sollen in zwei Entwicklungsstufen umgesetzt werden und das Projekt zum Leben erwecken. Die erste Stufe beinhaltet den größten Teil des Parks und der Promenade am Rhein. Auch die Verbindung zum Platz vor der Bonifaciuskirche soll früh geschaffen werden, um den Hochfeldern ein Tor zum "RheinPark" zu bieten. Die Bebauung mit Wohn- und Gewerbezonen findet im zweiten Schritt statt. In ihm werden auch die Parkanlagen ausgebaut. Die Kembereiche des ersten Bauabschnitts sollen schon im Jahr 2008 fertig gestellt sein. Wenn das noch ansässige Walzdrahtwerk verlagert ist, kann die Fläche des Parks noch erweitert werden. Auch europaweit findet der "RheinPark" Beachtung, denn neben drei Ministerien des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert auch die EU einen Teil der 37 Millionen Euro Gesamtkosten des ersten Bauabschnitts.
Mit der Realisierung des "RheinParks" kommt auch der "Grüne Ring" einen Schritt weiter. Von der Innenstadt soll man am Bahnhof vorbei, über eine grüne Promenade, durch den "RheinPark" und Parkflächen im westlichen Hochfeld zum Innenhafen spazieren können. Der "Grüne Ring" ist das langfristige Ziel der Stadtentwickler in Duisburg.
Quelle: applaus Februar 2006

Standort RheinPark
Der neue Standort RheinPark hat eine Größe von 60 ha und liegt im Südwesten der Duisburger City, im Ortsteil Hochfeld, direkt am rechten Hochufer des Rheins. Die Fläche erstreckt sich 1,4 km entlang des Ufers vom Kultushafen im Süden bis zur Brücke der Solidarität im Norden. Ein Flächenanteil von 21 ha des Gesamtareals ist als Baufläche vorgesehen. Mit der schrittweisen Verlagerung der Schwerindustrie vom Rheinufer hin zu bestehenden Industriearealen ergreifen Stadt Duisburg und Wirtschaft die Chance, ein über 150 Jahre genutztes Industriegelände zu einem hochwertigen Standort für zukunftsorientierte Nutzungen zu entwickeln. Die Realisierung des neuen Stadtquartiers RheinPark gehört zu den Impulsprojekten zur Stärkung der Wirtschaft und der Attraktivität der Stadt, die in dem Strukturentwicklungsprogramm „www.duisburg - wirtschaft – wohnen – wasser“ zusammengefasst werden. Das Projekt zählt zu den bedeutendsten Entwicklungsmaßnahmen der kommenden Jahre für Duisburg und die Region.

Verkehrsanbindung
Das neue Stadtquartier verfügt mit der Wanheimer Straße, der Wörthstraße und mit der Brücke der Solidarität über eine gute Einbindung in das örtliche Hauptverkehrsstraßennetz. Die Verbindungen mit Bus, Straßenbahn und Regionalbahn sind hervorragend. Die regionale und überregionale Anbindung erfolgt über die Bundesautobahnen A 57, A 59, A3 und A 40 und über das ICE Streckennetz der deutschen Bahn. Die Entfernung zum Flughafen Düsseldorf beträgt 18 km.
 
Stadtentwicklung
Über ein Netz von Grünflächen wird der RheinPark mit der Duisburger Innenstadt verbunden. Grundlage hierfür bildet die langfristige Zielplanung „Grüner Ring“ als ein Leitbild der Stadtentwicklung. Mit der schrittweisen Realisierung dieses Konzeptes wird die Wohn- und Lebensqualität zwischen der City und dem RheinPark nachhaltig verbessert. Diese Planung ist Bestandteil des überregionalen „Masterplan Emscher Landschaftspark 2010“. Der Rhein-Park wird hochwertige gewerbliche Nutzungen und Dienstleistungen mit qualitätsvollem Wohnen und einer attraktiven Park- und Freizeitlandschaft am Rhein verbinden. Der Fokus der geplanten Nutzungen liegt auf den Kompetenzfeldern Material- und Werkstoff-technologie, Umwelt- und Energietechnologie sowie Logistikdienstleistungen. Ergänzend sind Hotellerie, Gastronomie und hochwertiger Einzelhandel sowie Einrichtungen für Kultur, Freizeit und Erholung geplant. Ein hochwertiges Angebot unterschiedlicher Wohnformen – mehrgeschossige Doppelhäuser, attraktive Stadtvillen, Appartements sowie großzügige Penthousewohnungen, die die Vorteile des Standorts nutzen und heutigen Qualitätsansprüchen genügen werden großzügiges Leben in Rheinnähe bieten.
 
Realisierung
Die Planungen des 1. Bauabschnitts sind aus einem landschaftsarchitektonisch-städtebaulichen Wettbewerb hervorgegangen. Die Ende 2004 mit dem 1. Preis ausgezeichnete Planung der Arbeitsgemeinschaft Loidl/TOPOS Berlin wird zur Zeit detailliert. Die Umsetzung des 1. Bauabschnitts, der Ausbau der am Rhein liegenden Grün- und Freiflächen, erfolgt bis 2008. Der 2. Bauabschnitt, der Ausbau des neuen Stadtquartiers, erfolgt in Abhängigkeit der Verlagerung des Walzdrahtwerkes.
Quelle: www.duisburg.de/stadtentwicklung
 


 

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